Abrechnung nach RVG (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz)

Entscheidend für die Berechnung der gesetzlichen Gebühren sind zumeist der so genannte „Gegenstandswert“ und der Umfang der Tätigkeit.

Der Gegenstandswert richtet sich nach dem Inhalt des Tätigwerdens. Anhand einiger Beispiele kann dies veranschaulicht werden:

  • Geht es um eine bestimmte Geldforderung, z.B. einen Kaufpreis, bildet deren Höhe den Gegenstandswert.
  • Geht es um die Herausgabe einer Sache, richtet sich der Gegenstandswert nach dem Wert der Sache (z.B. eines Pkw).
  • Soll eine Wohnung geräumt werden, bestimmt sich der Gegenstandswert nach der 12fachen Kaltmiete

Nach dem Gegenstandswert richtet sich die Höhe einer Gebühr. Demgegenüber wird im Sozialrecht und im Strafrecht nach so genannten "Rahmengebühren" abgerechnet. Das RVG gibt hier jeweils den Rahmen vor, innerhalb dessen die Vergütung für eine Tätigkeit liegen soll.

Sowohl für Gebühren nach dem Gegenstandswert als auch die Rahmengebühren gilt: Je nach Umfang der Tätigkeit erhält ein Anwalt verschiedene Gebühren, z.B. eine Verfahrensgebühr für das Tätigwerden im Prozess oder eine Terminsgebühr für die Wahrnehmung von gerichtlichen Terminen. Gerne geben wir Ihnen nähere Auskunft über die Kosten nach dem RVG in Ihrer konkreten Angelegenheit.
Den Text des RVG und weitere Erläuterungen zur Anwaltsvergütung finden Sie auf der Website der Bundesrechtsanwaltskammer unter der Rubrik „Gebühren“: www.brak.de